{"id":766,"date":"2014-07-31T13:19:42","date_gmt":"2014-07-31T11:19:42","guid":{"rendered":"https:\/\/chriscovery.de\/?p=766"},"modified":"2023-07-10T21:21:14","modified_gmt":"2023-07-10T19:21:14","slug":"etappe-wien-bratislava","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chriscovery.de\/index.php\/2014\/07\/31\/etappe-wien-bratislava\/","title":{"rendered":"Etappe Wien &#8211; Bratislava"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Leute, um es mal vorweg zu nehmen: Ich bin frisch verliebt!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und das in die Coolste \u00fcberhaupt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Aber erst mal zum Reisebericht:<\/strong><br>Wien macht es einem nicht sonderlich schwer, es zu verlassen. Also, wegen der Ausschilderung meine ich. Hat man die kapiert und h\u00e4lt sich dran, radelt es sich ganz einfach davon. Im Gro\u00dfen und Ganzen geben sich die \u00d6sterreicher unglaublich viel M\u00fche mit ihren Radwegen. Man merkt, sobald sich das Radeln zum Breitensport entwickelt, wird auch viel daf\u00fcr getan, dass dem Hobbyradler genug Wege zur Verf\u00fcgung stehen. Eine sehr lobenswerte Haltung!<\/p>\n\n\n\n<p>Die einzigen, die mir das Fortkommen mal wieder erschwerten, waren die \u00d6sterreicher selbst. Frag mal irgendwen in Wien nach der n\u00e4chsten Postfiliale&#8230;! Offensichtlich ist das verschicken von Briefen und Paketen hier ein bisschen Herzensangelegenheit. Der Wiener wird dich n\u00e4mlich immer zu seiner Lieblingsfiliale schicken. Fragst du also drei Wiener danach, bekommst du mit Sicherheit drei verschiedene Wegbeschreibungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die erste Dame, die ich fragte, schickte mich zu einer Filiale in h\u00f6chstens 500 Metern Entfernung. Als ich diese nicht auf Anhieb gefunden habe, fragte ich einen weiteren Passanten. Dieser schickte mich wieder knapp einen Kilometer weiter. Auch dort war nichts zu finden. Also fragte ich die dritte Dame und nach schlappen 5 Kilometern Richtung Innenstadt hattee ich endlich eine Filiale gefunden. Hier konnte ich nun fast 9 Kilo Gep\u00e4ck zur\u00fcck in die Heimat senden. Der Spa\u00df war mit knapp<br>20 \u20ac + 5 \u20ac Papierkostenzuschlag kein Schn\u00e4ppchen. <\/p>\n\n\n\n<p>Daf\u00fcr kann ich endlich mehr (\u00dcber)Lebensmittel transportieren. Da ich nicht genau wusste, wie die Versorgung im l\u00e4ndlichen Ungarn oder der Slowakei klappt, wollte ich mir diese Transportkapazit\u00e4ten wenigstens offenhalten. Im Nachhinein wei\u00df ich: totaler Bl\u00f6dsinn! Weder die Slowaken noch die Ungarn m\u00fcssen 50 Kilometer bis zur n\u00e4chsten Stadt fahre, um einkaufen zu k\u00f6nnen. Tats\u00e4chlich ist es eigentlich eher wie in der Tschechei. In jedem kleinen Dorf gibt es kleine L\u00e4den, die die Grundversorgung sichern. Also wieder eines meiner Vorurteile bereinigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Als alles auf dem Weg (inklusive mir) viel leichter war, konnte es richtig losgehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Da ich in den vergangenen Berichten schon genug Sp\u00e4\u00dfe auf Kosten der \u00d6sis getrieben habe, muss ich jetzt mal eine Lanze f\u00fcr den Landstrich zwischen Wien und slowakische Grenze brechen. Auch hier dominiert (wie sollte es anders sein) nat\u00fcrlich die Landwirtschaft die Umwelt. Aber wenn man gelegentlich mal den M\u00fclleimer mit abgelaufenen Lebensmitteln f\u00fcttern m\u00f6chte, muss man diese wohl auch im gro\u00dfen Stil produzieren. Allerdings verstecken die \u00d6sterreicher in diesem Gebiet auch noch ein paar andere Dinge. Wie zum Beispiel das Heidentor, ein gro\u00dfes Legionslager und einige Arenen aus der Epoche, als die Donau die n\u00f6rdliche Grenze des r\u00f6mischen Reiches bildete. Man kann tolle Burgen und Schl\u00f6sser bestaunen, die zum Teil erstaunlich gut restauriert sind. Da haben sie was drauf, die \u00d6sis. Alles in allem eine tolle Gegend f\u00fcr eine wundervolle Zeitreise durch viele Epochen der Menschheitsgeschichte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"563\" src=\"https:\/\/chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/ortsausgangwien-280x420-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-563\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"394\" src=\"https:\/\/chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/heidentor-280x420-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-394\"\/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img decoding=\"async\" data-id=\"150\" src=\"https:\/\/chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Amphitheater-280x420-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-150\"\/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Also warum immer nur nach Malle oder in die T\u00fcrkei? Vielleicht auch mal etwas, was zwar nicht ganz so viel Strand hat, daf\u00fcr aber richtig etwas f\u00fcrs Auge und den Verstand ist. Wenn \u00d6sterreich mich nach meinen ganzen Berichten \u00fcberhaupt noch einmal einreisen l\u00e4sst, w\u00fcrde ich hier gern nochmal auf Entdeckungsreise gehen. Leider hielten sich an diesem Tag n\u00e4mlich meine Verfahrer in Grenzen und so bekam ich nur wenig vom Hinterland mit.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"280\" height=\"420\" data-id=\"357\" src=\"https:\/\/chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/GrenzeSlowakai-280x420-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-357\" srcset=\"https:\/\/chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/GrenzeSlowakai-280x420-1.jpg 280w, https:\/\/chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/GrenzeSlowakai-280x420-1-200x300.jpg 200w\" sizes=\"auto, (max-width: 280px) 100vw, 280px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"745\" height=\"420\" data-id=\"767\" src=\"https:\/\/chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bratislava_1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-767\" srcset=\"https:\/\/chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bratislava_1.jpg 745w, https:\/\/chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bratislava_1-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 745px) 100vw, 745px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"745\" height=\"420\" data-id=\"768\" src=\"https:\/\/chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bratislava_2.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-768\" srcset=\"https:\/\/chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bratislava_2.jpg 745w, https:\/\/chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2023\/03\/Bratislava_2-300x169.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 745px) 100vw, 745px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Nun zu meiner Neuen:<\/strong><br>W\u00e4re ich musikalisch, w\u00fcrde ich ihr umgehend eine Hymne komponieren.<\/p>\n\n\n\n<p>BRATISLAVA<\/p>\n\n\n\n<p>Welch wundervolle Stadt! Bereits viele Kilometer vor der slowakischen Grenze kann man sie sehen und mit jedem Meter, den man n\u00e4her an sie herankommt, scheint sie gr\u00f6\u00dfer. Hat man endlich den Weg \u00fcber die Donaubr\u00fccke geschafft, wird man sofort von einer Innenstadt empfangen, die einem das Herz aufgehen l\u00e4sst. Sie muss sich kein bisschen in den Schatten von Prag oder Wien stellen, im Gegenteil. Sie ragt mit ihren kleinen Caf\u00e9s und Bars, in denen Geiger ihr K\u00f6nnen zum Besten geben, f\u00fcr mich weit dar\u00fcber hinaus.<\/p>\n\n\n\n<p>Keine Beschreibung, zu der ich in der Lage w\u00e4re, w\u00fcrde ihr auch nur ansatzweise gerecht werden. Ich bin \u00fcber 2 Stunden mit immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Augen durch die Innenstadt gewandert und konnte mich erst bei Einbruch der Dunkelheit von ihr l\u00f6sen, was mir unglaublich schwer fiel. Denn je sp\u00e4ter es wurde, desto gem\u00fctlicher wirkte alles. W\u00e4re da nicht noch der Campingplatz zu finden gewesen, h\u00e4tten sie mich bestimmt irgendwann an den Haaren heraus schleifen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die paar Fotos, die ich geschossen habe, m\u00fcssen reichen um Euch einmal dorthin zu locken. Nur tut mir einen Gefallen, sucht euch ein Hotel. Der einzige Campingplatz der Stadt ist&#8230; irgendwie merkw\u00fcrdig. Dazu aber beim n\u00e4chsten Mal mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leute, um es mal vorweg zu nehmen: Ich bin frisch verliebt! Und das in die Coolste \u00fcberhaupt. Aber erst mal zum Reisebericht:Wien macht es einem nicht sonderlich schwer, es zu verlassen. Also, wegen der Ausschilderung meine ich. Hat man die kapiert und h\u00e4lt sich dran, radelt es sich ganz einfach davon. 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