{"id":75,"date":"2014-07-10T18:38:06","date_gmt":"2014-07-10T16:38:06","guid":{"rendered":"https:\/\/chriscovery.de\/?p=75"},"modified":"2023-04-25T21:27:46","modified_gmt":"2023-04-25T19:27:46","slug":"erste-etappe-wildenbruch-dresden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/chriscovery.de\/index.php\/2014\/07\/10\/erste-etappe-wildenbruch-dresden\/","title":{"rendered":"Erste Etappe: Wildenbruch &#8211; Dresden"},"content":{"rendered":"\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Wildenbruch -&gt; Dresden Teil 1<\/h3>\n\n\n\n<p>Also eines ist klar, ein Hotelbewerter m\u00f6chte ich nicht sein. Es ist erstaunlich, wie sich das Wetter auf die Wahrnehmung des Umfeldes auswirkt. Als ich am Montag gegen 14:00 Uhr losgefahren bin, war es der Start in das gr\u00f6\u00dfte Abenteuer meines Lebens.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Christian-030.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Christian-030-1024x768.jpg\" alt=\"Abfahrt 07.07.2014\" class=\"wp-image-159\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Abfahrt 07.07.2014<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Nach einem kurzen Schauer schien die Sonne, es waren um die 28 Grad und ich habe gut Strecke geschafft.&nbsp; So schaffte ich es auch bereits nach knapp 3 Stunden Fahrzeit bis nach Lutherstadt Wittenberg. Leider wird die Schlosskirche derzeit saniert und so war kein Durchdringen bis zur magischen T\u00fcr m\u00f6glich, die ja das religi\u00f6se Weltbild so stark gepr\u00e4gt hat. Dabei wollte ich doch auch so gern etwas daran nageln. Dabei dachte ich an die Sous-Ente, die mir Micha freundlicherweise als Maskottchen mitgegeben hat. Treu nach dem Motto &#8222;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=qjG4DTDy33Y\">Hast Du Brot<\/a>&#8222;, aber leider kam es wegen eines massiven Bauzaunes und eines ziemlich humorlos blickenden Touristenf\u00fchrer nicht dazu.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/SanierungsprojektWittenberg.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/SanierungsprojektWittenberg.jpg\" alt=\"Sanierungsprojekt Wittenberg\" class=\"wp-image-189\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sanierungsprojekt Wittenberg<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Oder vielleicht zum Gl\u00fcck. So wird sie mich halt bis nach Athen begleiten und als Fotoobjekt vor Sehensw\u00fcrdigkeiten herhalten m\u00fcssen. Wir w\u00fcrden das auch umdrehen, aber leider fehlt ihr der Daumen zum knipsen. Da sie eindeutig die glattere Haut hat, ist es wohl besser so.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Christian-012.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.chriscovery.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/Christian-012-300x225.jpg\" alt=\"Sous Ente - Wegbegleiter\" class=\"wp-image-160\"\/><\/a><figcaption class=\"wp-element-caption\">Sous Ente &#8211; Wegbegleiter<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p>Jedenfalls lief bis dahin alles ganz super. Ich hab viele Kilometer geschrubbt, keine Panne und das Wetter war auch hervorragend. Wenn es nicht zu fr\u00fch gewesen w\u00e4re, h\u00e4tte mich bestimmt irgendwann das gro\u00dfe Gef\u00fchl von Freiheit gepackt, von dem andere Radreisende immer so schw\u00e4rmen. Doch dann fingen die technischen Probleme an\u2026<\/p>\n\n\n\n<p>Zuerst gab es erheblichen Streit zwischen mir und meiner Navigationsapp. Die von mir so m\u00fchsam vorgeplante Route f\u00fchrte \u00fcber eine Br\u00fccke,&nbsp; die f\u00fcr Fahrradfahrer absolut gesperrt war. Eine Umplanung war allerdings auch nicht m\u00f6glich. Dieser ganze technische Schnickschnack kostet unheimlich viel Zeit und Nerven, also fahre ich seit diesem Zeitpunkt ohne App. Geht dann auch nicht mehr so auf den Akku. Prinzipiell war die Strecke ja klar, den Elberadweg flussabw\u00e4rts nach Melnik in der Tschechei. Wozu also f\u00fchren lassen, wenn doch alle paar Meter ein Hinweisschild steht? Da ich noch gut drauf war und auch noch Bock aufs radeln hatte, wollte ich Wittenberg so schnell wie m\u00f6glich hinter mir lassen und noch ein bisschen Strecke aufholen, die ich durch meinen einen Tag zu sp\u00e4ten Start eingeb\u00fc\u00dft hatte. Irgendwie war ich da noch sehr hoffnungsfroh, dass ich weiterhin so gut vorankommen w\u00fcrde.&nbsp; Als es dann die ersten kleineren Basteleien mit der streikenden Schaltung gab, beschloss ich mir doch eine Unterkunft zu suchen. Wildcampen kam erst einmal auf Grund meiner &#8222;Null-Camping-Erfahrung&#8220; nicht in Frage, denn ich wollte das Zelt erst einmal unter Feldbedingungen erproben, bevor ich es irgendwo im Geb\u00fcsch aufstelle.<\/p>\n\n\n\n<p>So landete ich in dem kleinen unscheinbaren Elbd\u00f6rfchen Kl\u00f6den <em>(da es hier bei Telefonaten zu Missverst\u00e4ndnissen gekommen ist: mit &#8222;D&#8220; nicht mit &#8222;T&#8220;!)<\/em> auf einem kleinem privaten Campingplatz. Der war sehr \u00fcbersichtlich belegt, die Radreisesaison hatte scheinbar noch nicht angefangen oder die restlichen Radreisenden wussten mehr als ich &#8211; kann auch sein. Es war jedenfalls alles da, was mein Herz begehrte. Ein trockener Platz zum Zelt aufschlagen, eine saubere und vor allem warme Dusche und sogar eine kleine K\u00fcche f\u00fcr Camper.&nbsp;Um das Ambiente zu wahren, gab es zudem noch hunderte von M\u00fccken, was mir aber dank diversen Mittelchen, die mir Mutti ins Gep\u00e4ck gelegt hat, rein gar nichts ausmachte. Zufrieden \u00fcber die erbrachte Leistung und ersch\u00f6pft wegen eben dieser legte ich mich nach ein paar Telefonaten mit der Heimat todm\u00fcde in den Schlafsack.<\/p>\n\n\n\n<p>Und dann brach das Inferno los. Genau wie der Zeltplatzleiter es prognostiziert hatte, gab es ein h\u00f6llisches Gewitter. Vielleicht die Rache f\u00fcr meinen blasphemischen Gedanken, die Sousente anzunageln? Sollte ich tats\u00e4chlich jetzt schon, nach gerade erst einmal 98 Kilometern unter einer Birke in dem verschlafensten Nest der Welt das Zeitliche segnen? In Kl\u00f6den? Niemals!<\/p>\n\n\n\n<p>Es ging gerade noch einmal gut, kann ich euch sagen. Allerdings waren kaum mehr als acht Stunden Schlaf drin. <em>(Das zum Thema, Christian macht Urlaub\u2026 ist ja wohl l\u00e4cherlich)<\/em><br>Der Regen wechselte lediglich in der Intensit\u00e4t von kleinen d\u00fcnnen, aber vielen, zu gro\u00dfen dicken, aber nicht so vielen Tropfen. Endlich gegen halb 9 am Dienstagmorgen lie\u00df er nach und h\u00f6rte eine halbe Stunde sp\u00e4ter ganz auf. Zu diesem Zeitpunkt war mein Motivationstief schon erreicht. Da ich aber nicht genau wusste, wo ich sonst hin sollte, beschloss ich das Zelt abzubauen, das Rad startklar zu machen und trotzdem noch ein bisschen weiter Richtung Griechenland zu fahren. Ein Teil war ja immerhin schon geschafft und wer gibt denn schon so kurz vor dem Ziel auf? Ich jedenfalls nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter gehts Morgen \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p><br><\/p>\n\n\n<p><iframe loading=\"lazy\" scrolling=\"no\" marginheight=\"0\" marginwidth=\"0\" src=\"https:\/\/www.openstreetmap.org\/export\/embed.html?bbox=11.961364746093752%2C51.698097536240525%2C13.77410888671875%2C52.46772363412945&amp;layer=mapnik\" style=\"border: 1px solid black\" width=\"1280\" height=\"768\" frameborder=\"0\"><\/iframe><br \/><small><a href=\"https:\/\/www.openstreetmap.org\/#map=10\/52.0846\/12.8677\">Gr\u00f6\u00dfere Karte anzeigen<\/a><\/small><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wildenbruch -&gt; Dresden Teil 1 Also eines ist klar, ein Hotelbewerter m\u00f6chte ich nicht sein. Es ist erstaunlich, wie sich das Wetter auf die Wahrnehmung des Umfeldes auswirkt. Als ich am Montag gegen 14:00 Uhr losgefahren bin, war es der Start in das gr\u00f6\u00dfte Abenteuer meines Lebens. 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